Worte

 

 

Raum der Stille - Kapelle

werktags geöffnet

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Die Kleine Gemeinde -

Eucharistie - Gestalt des Heiles

Werktagsmesse: Mittwoch bis Freitag 11.30 Uhr


Vorabendmesse: Samstag 17 Uhr

 


 

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Haus Gottes


Haus Gottes, du nimmst mich auf, -
jeden Menschen nimmst du auf,

Du kündest allen das Wort aus der Höhe,
in dir erklingt das Lied des Glaubens,

das Lied von Himmel und Erde,
von Leben und Tod, von Freude und Leid.

Du bist ein ragendes Zeichen,
ein Licht im Dunkel, ein Blick zum Himmel.

In deinen Mauern erfahre ich die Kraft der Stille,
erspüre ich die Spuren der Vergangenheit,

erlebe ich den Raum der Gegenwart,
erhoffe ich den Weg in die Zukunft.

Du rufst mich heraus aus meinem dunklen Kerker,
du weist mir den Weg des Lebens,-

bis hin zur Vollendung in Gottes ewigem Haus, -
von keines Menschen Hand erbaut,

allen Suchenden Hoffnung und Heil

 

Hort des Heiles


Haus, das bergend uns umgibt.

Haus der Menschen, Haus der Tränen,

Haus der Liebe und des Leid’s

Haus des Betens, Haus des Schweigens,

Haus des Hoffens in der Not.

Haus Gottes, Hort des Heiles,

Haus, das bergend uns umgibt.


 

Haus des Wortes - Das Wunder des Wortes


Im Anfang ist das Wort,

und das Wort ist bei Gott.

Gott ist das Wort,

und das Wort ist das Licht der Welt,

leuchtend im Dunkel der Nacht,

und das Wort ist Fleisch geworden,

in unserer Mitte steht sein Zelt.

Jesus sagt zu den Menschen, die zum Glauben an ihn kommen: Wenn ihr in meinem Worte bleibt, dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen. In der Welt habt ihr Bedrängnis. Aber fasset Mut, - ich habe die Welt überwunden.
(Joh. 3,31 f. 16,33)

 

Als Jesus seine Rede beendet, da sind die Menschen betroffen von seinem Wort, denn er spricht zu ihnen aus einer Kraft, die er durch sein Leben verkörpert.
(Mt. 7,28 – 29)

 

- Wort, das die Stille nicht bricht


Nicht als Orkan oder Flut,
nicht als Gewalt oder Zwang
hat Gottes Wort uns getroffen.

Wort, das die Stille nicht bricht,
Name aus Ohnmacht und Spott,
Geheimnis schweigender Herkunft.

Menschen auf dieser Erde
Menschen auf der Suche nach Licht
vernehmen deutlich die Kunde.

Blinde erkennen das Zeichen,
Taube hören das Wort,
selig der Mensch, der glaubt.

Hier, im sterbenden Dasein
erkennen wir glaubend Sein Wort,
werden wir Menschen aus Gott.

 

 

Haus des Brotes - Auf der Suche nach Brot

 

Es kamen drei Dinge vom Himmel herab:

das erst‘ die Sonn‘, das zweit’ der Mond,

das dritte war das heilige Brot.

Menschen suchen, suchen das Brot.

Haus ohne Brot ist angefüllt mit Not,

Wo Brot ist, dort ist Leben, Kraft und Lohn,

Wo’s nicht ist, dort steht Vater gegen Sohn.

Haus und Hof, Weib und Kind, Glück und Not:

Menschen leben, suchen das Brot.



- Wasser und Brot

 

Das erste zum Leben sind Wasser und Brot.
(Jesus Sirach)

Die Geschichte der Menschen kennt das furchtbare Wort von den Schlachtfeldern des Todes, sie spricht aber kaum von den fruchtbaren Kornfeldern des Lebens.
(Henri Fabre)

Was heißt „tägliches Brot“? –
Alles, was zu des Menschen Sättigung gehört:
Nahrung und Kleidung, Haus und Hof, Mann und Frau, Eltern und Kinder, Geld und Gut, Gesundheit und Ksraft, gute Freunde und getreue Nachbarn, - das, was der Mensch zum Leben braucht. Was wir Menschen „Brot“ nennen, ist nicht Brot allein. Brot ist, worauf alles andere steht.
(nach H.E. Jacob, 600 Jahre Brot, S. 404)

Des Menschen Bedürfnisse für sein Leben sind in dem einen Wort des Brotes zusammengefasst.
(Weissenburger Gebet, 8. Jhdt.)

Der Stab, auf den die Menschen sich stützen ist das Brot.
(Ps. 105,16)




 

- Mensch und Brot


Mensch und Brot bilden seit Jahrhunderten eine Gemeinschaft auf Leben und Tod.

„Das erste zum Leben ist Wasser und Brot“, so schreibt im zweiten Jahrhundert vor Christus der jüdische Theologe Jesus Sirach.

Brot ist notwendige unentbehrliche Nahrung des Menschen.

Brot erfüllt und gestaltet die vielfältigen Formen des menschlichen Mahles, Die romanischen und slawischen Völker essen Brot zu jeder Mahlzeit.

Aller anderer Speisen wird der Mensch überdrüssig, - des Brotes nicht. Brot ist in der Geschichte des Abendlandes Ausdruck höherer Kultur, Symbol religiöser Weihe, Brennpunkt sozialer Forderung, - Fanal des Aufruhrs, - der Revolution.

Den Menschen Arbeit und Brot zu geben, ist die zentrale Aufgabe aller Regierenden.

Die Bitte um Brot hat seit ältesten Zeiten das Leben der Menschen bestimmt und dem Brot einzigartigen Symbolcharakter verliehen.

Das Brot des Lebens, - im Hause Gottes wird es zum heiligen Mahl, zum Gedächtnis des Leidens und Sterbens, zum Vermächtnis des neuen Lebens.



- Brot als Urerfahrung des Lebens


Wo Christen tun, was Christus ihnen aufgetragen, dort steht das Brot im Mittelpunkt:

Es wird gebrochen und geteilt. Menschen treten hervor, halten die geöffnete Hand auf, empfangen das Brot und sagen Amen.

Durch dieses schlichte Tun bringen sie zum Ausdruck, dass sie dem Evangelium zustimmen. Sie setzten ein Zeichen, dass aus der frühesten Kirche überliefert wird. Sie glauben mit ihren Händen, um so leibhaftig Mensch zu sein.

Wann ist jemand ein Mensch? Wenn er am Leben anderer teilhat, wenn er angenommen und bejaht wird, wenn er sich schenken und von anderen empfangen kann.

Jeder Mensch ist ein Gebender und ein Nehmender. Jeder weiss aus erfahrenem Leid und erfahrener Freude dass Geben und Nehmen den Menschen meint, der sich dem anderen öffnet und schenkt.

Wir werden Menschen, weil andere uns ernähren, bis wir selbst geworden sind, dass wir andere ernähren.

Durch das Brot, das wir miteinander teilen werden wir selber Brot, - Brot füreinander, um immer aufs neue Mensch zu sein und uns in Liebe zu einen. Erst wenn wir so geworden sind, können wir verstehen, was wir schon längst am eigenen Leib erfahren haben: Wir leben aus dem Leben anderer, aus ihrer Treue, aus ihrer Arbeit, aus ihrem Brot.

Denn jeder Tag Arbeit ist ein Stück ihrer selbst und jedes Jahr Mühe ein Stück ihres Lebens. So leben, heisst älter werden, sich verbrauchen und am Ende sterben, - wie Weizen gemäht und gemahlen, als Brot geteilt und gegessen, um immer aufs neue Mensch zu sein.

Das sterbende Weizenkorn ist Bild und Gleichnis des Menschen, - ja des Menschensohnes selbst, der nicht für sich selbst gelebt hat und nicht für sich selbst gestorben ist.

Das Evangelium nennt ihn “Brot für das Leben der Welt“ denn er hat das Geheimnis seines Lebens in diesem Zeichen ausgedrückt.


Auf der ‚Spur des Evangeliums erkennen wir in diesem Zeichen das Geheimnis des Lebens selbst. Brot brechen und miteinander teilen, die offene Hand danach ausstrecken, - dieses gleiche, immer wiederkehrende Tun ist uns lebenspendendes Zeichen, sehnende, suchende Gebärde des Menschen.

In ihr bekennen wir uns zu einem Leben, das wir nicht aus uns selbst schaffen, sondern empfangen aus dem Geheimnis, das Gott uns auftut.

( nach Huub Oosterhuis, im Vorübergehen.
Herder Verlag 1996, S. 229 … 234 )


Was uns im Brot des Lebens nährt

ist Gottes heilende Nähe,

sein Angesicht – uns zugewandt,

verborgen in der Brotsgestalt.


- Vom Korn zum Brot


Wer kann das Korn anschauen
und nicht gedenken,
welch edle Speis es ist, -
und nicht gedenken.

Wer kann den Wein anschauen
und nicht gedenken,
welch edler Trank es ist, -
und nicht gedenken.

Wer kann ein Christ sein
und nicht gedenken,
wes Leben er darin empfängt, -
und nicht gedenken.

( nach Guido Gezelle-Brügge )



- Das Brot aus der Erde gewonnen


Das Brot aus der Erde gewonnen
das Brot von Händen gemacht,

dies Brot schmeckt nach Menschen und Tränen,
nach dunkler, schlafloser Nacht.

Das Brot des Kriegs und des Friedens,
das tägliche, gleiche Brot,

das starke Brot einer Liebe,
das karge Brot in der Not,

das Brot, das wir alle essen,
das Brot, das dem Leben dient,

wir teilen es miteinander
solange wir Menschen sind.

Dies Brot wird zum heiligen Zeichen,
lebendige Gabe des Herrn,

dies Brot wird zur Kraft uns’res Glaubens
den Menschen nah und fern.

( nach einem Text von Huub Oosterhuis )


- Brot und Vergebung


Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, - Christen und Heiden.

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
finden ihn arm ohne Obdach und Brot,

sehen ihn verschlungen von Sünde und Tod
und gehen vorüber, - Christen und Heiden.

Gott geht zu den Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Tod, -
und vergibt ihnen beiden.


(nach Dietrich Bonhoeffer,
Widerstand und Ergebung, S 182,
Siebenstern Taschenbuch 1,
Kaiser Verlag München 1963, 3)



- Der leise Ruf des Gebetes


Manchmal ist mein Gebet
so wie ein Arm, den ich nach oben strecke,
um dir zu zeigen, wo ich bin,
inmitten von Milliarden Menschen.

Manchmal ist mein Gebet
so wie ein Ohr, -
horchend auf einen Ruf,
ein leises Wort,
das neu zum Leben führt.

Manchmal ist mein Gebet
wie eine Hand, die ich vor meine Augen lege,
um alles abzuschirmen,
was mir den Blick verstellt.

Manchmal ist mein Gebet
so wie ein Fuss, der fremden Boden prüft, -
ob er wohl trägt,
und einen Weg sucht, den ich gehen kann.

Manchmal ist mein Gebet
so wie ein Herz, das schlägt,
weil ohne seinen Schlag
das Leben nicht mehr weitergeht.

Manchmal ist mein Gebet
nur ein gebeugtes Haupt vor dir -
zum Zeichen meiner Not
und meines Danks an dich.

Einmal wird mein Gebet
so wie ein Auge sein,
das dich erblickt,
wie eine Hand, die du ergreifst, -
das Ende aller Worte.


( nach Paul Roth )


 

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Rufen Sie bitte an:

Pater
Siegfried Feige SJ

Beim Schlump 56
20144 Hamburg

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040 410 55 61

Fax:
040 411 720 14

 

Terminabsprache
Di. bis Fr.
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